Kinder, Familien und die re:publica

Vor einigen Tagen ging die diesjährige re:publica zu Ende. Ein bzw. mein Resümee folgt ggfs. später. Wie die Überschrift schon andeutet, so geht es um die Thematik Familien und vor allem Kinder bei der Konferenz.

rp14 - Sandra Schink (CC BY-NC-SA 2.0)

Ich las den Artikel von Susanne über Ihre Erfahrung mit der re:publica im Zusammenhang mit Kindern. Also aus ihrer Sicht als Mutter, die die Veranstaltung mit ihren Kindern besucht hat. Jetzt wo ich das schreibe, erinnere ich mich an einen Artikel eines Vaters und seinem CeBit Besuch, der damals für etwas Wirbel sorgte. Viele schrieben, wie man denn so unverantwortlich sein könne, seine Kinder mit zu einer grossen Veranstaltung zu nehmen. Nun ist die CeBit sicherlich nicht direkt mit der re:publica vergleichbar. Dennoch für all die, welche in diesen Tenor einstimmen mögen: ich finde es gut und wichtig, dass Familien mit (!) ihren Kindern teilnehmen können, wenn sie dies möchten.

rp14 und Kinder – Status Quo

Wie der Status Quo aus Elternsicht ist, könnt Ihr ja bei Susanne im Blog nachlesen. Ich kann nur den Eindruck aus meiner Perspektive wiedergeben. Es waren nicht sehr viele Eltern mit Kind zu sehen, aber es gab sie, die Tragetücher und Kinderhände auf der diesjährigen re:publica. Und ich fand das immer schön zu sehen. Habe Susanne ja auch persönlich getroffen und ihr Jüngster war dabei. Er wirkte auf mich auch gar nicht gestresst oder so. Ganz im Gegenteil. Sehr Glücklich und zufrieden. :)

Natürlich sind überfüllte Räume oder das Gedränge wie z.B. vor der Eröffnungsveranstaltung nicht der optimale Platz. Aber dies erkennt man ja und kann entsprechend handeln als Elternteil.

rp14 - Sandra Schink (CC BY-NC-SA 2.0)

Gesellschaftskonferenz

Die re:publica ist für mich eine Gesellschaftskonferenz. Dies habe ich in diesem Jahr noch mehr so wahrgenommen, als in 2012. Die Mischung der Teilnehmer ist so vielfältig und bunt. Da ist von jung bis alt, Anzugträger und Joggingshosenfan, von glattrasiert bis Vollbart… also es ist wirklich gut durchmischt und alles, nur nicht homogen.

Und Familien passen da meiner Meinung nach sehr gut hinein. Es geht um gesellschaftliche Themen, ein guter Mix der Gesellschaft ist auf und vor den Podien vertreten – warum also nicht auch Familien, Eltern mit ihren Kindern?

Ideen für eine familienfreundliche re:publica

Ich fand den Artikel von Susanne interessant und teilte ihn bei Twitter und Facebook. Resonanz bei Twitter eher gering. Bei Facebook passiert auch nicht viel, bis Stefanie kommentierte. Und die darauffolgende Entwicklung gefällt mir, weswegen ich selbige auch hier ins Blog spiegele. Bei FB verschwindet das sonst irgendwann im Nirvana und im Blog ist es ein guter Ort um es aufzubereiten und weiter zu diskutieren.

Es fing zunächst recht harmlos an:

re:publica und Familie

Dann griff es Johnny auf und äusserte sich dazu:

re:publica und Familie

An dem was er schreibt und wie er es schreibt erkennt man, dass es den Verantwortlichen durchaus wichtig ist, auch Familien teilhaben zu lassen.

Nun könnte man dies hier als erledigt abhaken, wenn da nicht, ja wenn da nicht die ManuMarron mit ner Idee um die Ecke kommt, an die ich bis zu dem Zeitpunkt noch gar nicht gedacht hatte:

re:publica und Familie

Wie Johnny schreib, ist das alles nicht ganz so trivial. Bei der Anzahl an Teilnehmern können ganz leicht mal eben 20, 30 oder sogar noch mehr Kinder in unterschiedlichen Alterstufen zusammen kommen. Da braucht es geschultes Personal, dass sich adäquat mit den Kindern beschäftigt, entsprechende Räumlichkeiten etc. Evtl. kann man auch einige Eltern oder Teilnehmer allgemein animieren, zeitweise die Betreuung zu übernehmen (sofern dies rechtlich überhaupt so ohne Weiteres möglich ist?). Aber es braucht dennoch einiges an Drumherum wie Spielzeug, Wickeltisch(e), den Platz und so weiter.

Warum soetwas nicht zusammen mit einem Sponsor organisieren? Obs nun unbedingt Pampers sein muss, lasse ich mal dahingestellt (wenn dies nun evtl. jmd. von Pampers liest, fühlt Euch ruhig herausgefordert) :) .

Ich glaube aber auch, dass sich hier mindestens 2-3 interessierte Sponsoren finden würden. Räumlichkeiten könnte man sicherlich auch hierfür einrichten. Das Ganze rechtzeitig angeleiert, ordentlich im Vorfeld bekanntgegeben und ausreichend verbreitet, würde der Anteil der Eltern mit Kind sicherlich merklich ansteigen. Und Manu bringt es dann noch ganz gut auf den Punkt :)

re:publica und Familie

Gern stehe auch ich für entsprechende Unterstützung zur Verfügung, auch wenn ich (noch) nicht mit Eigenerfahrung bzgl. Kinder grossartig glänzen kann.

Und Susanne hat ihre Unterstützung erklärt, bzgl. Vorbereitung, Planung etc. behilflich zu sein und kann da fachlich sicherlich deutlich mehr einbringen, als ich.

re:publica und Familie

Der oben skizzierte Ansatz ist meiner Ansicht nach gut und ich glaube, dass es machbar ist und vor allem, dass es einer Veranstaltung wie der re:publica gut tut. Ich würde gern mehr Kinder sehen und auch mehr Eltern, die ohne eine Betreuungsmöglichkeit für ihren Nachwuchs nicht kommen könnten.

Schliesslich sind Kinder unsere Zukunft. Und auch um selbige geht es uns allen doch bei der re:publica!

Euer Feedback / Anregungen / Wünsche

Gern würde ich diesen Artikel als erste Anlaufstelle zum Thema nutzen und Anregungen, Wünsche und Ideen in den Kommentaren sammeln.

  1. Was ist Euch als Eltern wichtig?
  2. Was braucht es, was eher nicht?
  3. Wie findet Ihr die Idee überhaupt?
  4. Würdet Ihr Eure Kids mit zur re:publica bringen wollen?
  5. Würdet Ihr als Eltern eher zur re:publica kommen, wenn Ihr wüsstet, dass es eine Möglichkeit gäbe, wo Eure Kids betreut und umsorgt werden?

Ich freue mich und bin gespannt auf Eure Beiträge, Ideen und Vorschläge.

Bilder: rp14 – Sandra Schink (CC BY-NC-SA 2.0), Screenshots von mir


Steve Rueckwardt

Veröffentlicht von

steve-r.de

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31 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Meine Erfahrungen vom Barcamp Stuttgart:
    Auch dann anbieten, wenn es im ersten Jahr fast nicht in Anspruch genommen wird. Das schafft Vertrauen und führt in den Folgejahren zur Nutzung des Angebots. Entwicklung hier: 3, 6, 20 Kinder in den letzten drei Jahren.
    Und das führt dann auch deine Aussage von 20-30 Kindern ad absurdum. Wenn das gut nachgefragt wird kannst du locker auf mehr als 100 Kinder kommen. mini:publica sozusagen.

  2. Fände ich eine hervorragende Idee, zumal ich ja zum Thema Eltern zwei null auch ne Session plane und da erstaunlich viel Feedback von re:publica Eltern kam. Problem ist halt auch immer, dass schulpflichtige Kinder nicht mit können. Aber jüngere Kinder mitnehmen zu können fände ich schon gut. Wir wollen auf der re:publica ja die ganze Gesellschaft sehen.
    Gruß
    Uwe

  3. Also gut, damit es bei Facebook nicht untergeht, hier noch einmal mein Post hier im Blog zu dem Thema:

    Komisch nicht, denn Johnny ist ja auch Vater Aber mal laut gedacht, warum fängt man die Kids nicht mit einer paralell laufenden „rp:kids“ Konferenz ein? Die TEDxYouth@BIS ist eine wunderbare Schülerkonferenz zum Beispiel und für die kleineren kann man in Berlin bestimmt auch so einiges finden, was man denen kreatives vor Ort anbieten könnte. Sei es nur ein Bällebad im hinteren Bereich der Station, was z.B. von IKEA gesponsort werden könnte. Klar braucht man entsprechendes Personal, aber ich bin mir sicher, dass sich in diesem Bereich bestimmt Sponsoren finden lassen, die die Betreuungskosten für die ausgebildeten Spezialisten übernehmen und eine Versicherung könnte sich auch in den Vordergrund stellen, die die Haftung übernehmen könnte…

  4. Sitze gerade beim CTG und lese deinen Artikel. ;)

    Zum einen erinnere ich mich an einen Artikel bei dem eine Mutter mit Baby im Tragetuch nicht auf die CeBIT gelassen wurde…

    Zu den Fragen:

    ich kenne Kinderbetreuung vom Bibliothekartag. Dort wurde das Angebot von einer Kollegin in Anspruch genommen und sie war zufrieden.
    Wichtig wäre für mich das eine professionelle Aufsicht durch pädagogisches Fachpersonal gegeben ist.
    Als Sponsor werfe ich mal DM in den Raum.
    Generell ist es als Elternteil super, wenn man weiß, dass es eine Betreuung vor Ort angeboten wird und man nicht im Vorfeld klären muss, wo bringe ich das Kind für den Zeitraum unter.

  5. Ich überlege, nachdem ein zwölfjähriger in diesem Jahr sogar einen Vortrag hielt, im nächsten Jahr auch mal meine Tochter mitzubringen. Wir würden uns dann stundenweise mit um die Kinderbetreuung der ab 2jährigen kümmern, Deal? :)

    Gibt es eigentlich Tickets für Kids?

    @sascha, die Idee mit der rp:Kids finde ich gut, würde daraus dann aber einfach nur parallel laufende Tracks von und für Kids machen, und vielleicht nur an einem Tag. Zusätzlich sollten die Vortäge dann nur max eine halbe Stunde lang sein, #Aufmerksamkeitsspanne.

    Oder man könnte Workshops machen in Koop mit „Schau hin“ und die Kids an das Netz heranführen. Parallel würde ich gerne mit den Großen diskutieren was Kinder ab welchem Alter im Netz machen sollten/dürfen und wie wir sie schützen ohne sie in ihrer Entwicklung einzugrenzen.

  6. Ich bin zwar nicht Mutter, aber ich werfe trotzdem mal meine Gedanken in den Raum.

    1. Kinderbetreuung
    Gerade in Berlin gibt es eine Vielzahl von professionellen Kinderbetreuern. Ich habe selbst bei einer solchen Agentur gearbeitet und sind regelmäßig auf Veranstaltungen, um dort eine Betreuung zu gewährleisten…So ist für die Eltern klar, dass nicht „Hans und Franz“ auf die Kinder aufpassen, sondern ein professionelles Team dafür sorgt. Mit Kinderschminken, Bällebad und Ruheecke :-)
    Dies kann sogar auf einen Schlafensraum erweitert werden. Also ein Raum wo man die Kids Schlafen legen kann und die Kinder in der Zeit beobachtet werden. Sobald das Kind erwacht kann ja Mami/Papi per Twitter, Telefon etc. erreicht werden.

    2. Eltern-Sessions
    Wieso sollte es nicht eine Eltern-Stage geben, in denen es um „Medienpädagogik“, „Eltern und Internet“, App-Vorstellungen etc. geht. Das soll nicht heißen, dass Eltern mit anwesenden Kindern aus den anderen Sessions ausgeschlossen sind (auf keinen Fall!) aber ich vermute einfach das ein Wunsch nach „Eltern“-Themen hoch ist.

    3. Essen
    Vielleicht sollte man auch an eine erweiterte Essen-Versorgung achten. Also ne Mikrowelle um Gläschen zu erhitzen, Kindergerichte etc. Ich vermute, dass die wenigsten Eltern wollen, dass sich die Kinder 3 Tage lang von Bratwürstchen ernähren :-)

  7. „Problem ist halt auch immer, dass schulpflichtige Kinder nicht mit können.“

    Näh, das’s Quatsch…

    Die Schulbefreiung ist generell zum Besuch außerunterrichtlicher Bildungsveranstaltungen möglich, und eine „rp:Kids“ wäre da durchaus eine coole Sache und im Bereich des Möglichen!

  8. Wenn das mit der Kinderbetreuung wird (fände ich großartig), dann fehlen nur noch die Teenies, die nicht in Berlin leben und nach der Schule zur RP gehen können. Mein Youtube-Kind war bitter enttäuscht, dass die re:publica nicht in den Ferien stattfindet, oder zumindest (auch) am Wochenende.
    Extra-Programm wäre nicht mal nötig, es gab sehr viele Sessions, die ein 14jähriges Nerdkind interessiert hätten. Ja, die guckt er jetzt auf Youtube, aber hey, dabei sein ist anders
    Und wie LeFloid sinngemäß dem WDR sagte: Es sind zwei Filterblasen, wenig Überschneidungspunkte zwischen re:publicanern und Videodayern. Aber wenn es einen Ort gibt, der das auffangen könnte, dann ist das die rp…

  9. Ganz phantastisch war die Kinderbetreuung auf der OHM 2013 organisiert – eine gute Mischung aus bereitgestellter Infrastruktur (Platz, Material, Tagesablauf) und Elternengagement plus Integration in den eigentlichen Event. Siehe zum Einstieg https://ohm2013.org/wiki/Team:ChildNode . Die Hauptorganisatorin, Momo, war knapp zwei Jahre mit Vorbereitung beschäftigt und teilt sicher gerne ihre Erfahrungen mit. Kontakt unten auf der verlinkten Seite.

    • Na ja, es ist ja u.a. Jonnys Veranstaltung ;)

      Aber vom Prinzip her kann ich meine Erfahrungen gerne einbringen, zumindest das, was aus der Ferne (Bonn/Frankfurt) zu erledigen ist bzw. kann.

      Aber eine „rp:kids“ fänd ich eine geniale Erweiterung und Bereicherung. Vielleicht sogar mit lokalen Spin-Offs in anderen Städten, was es Jonny auch einfacher mit der Vermarktung machen würde ;)

    • Das habe ich vorhin schon mal so zum Vorfühlen im Namen des Vereins gemacht. Da bündeln wir auch gleich die pädagogischen Mitarbeiter sowie die rechtliche Absicherung, da wir ein derartiges Programm mitsamt Freizeit und Übernachtungs-/Sozialprogramm schon mehrfach iteriert haben ;).

      Mal sehen, was da zurück kommt :)!

    • Steve Rueckwardt

      Der Kommunikationskanal hier ist aber der einfachste und bequemste, um die Ideen, Anregungen und Möglichkeiten zu sammeln. :)

      Das was Du per Mail bekommst oder verteilst, davon haben ja nur die etwas, die die Mails bekommen/versenden. Weisste wie… ;)

  10. Beim Barcamp Hamburg hatten wir das Glück ein Team ehrenamtlicher Kinderbetreuer zu finden, die nicht nur sämtliches Spielzeug mitgebracht haben, sondern sich auch um die Kids kümmerten. Vielleicht gibt es sowas ja auch in Berlin? Trotzdem hatten wir die von Dir beschriebenen Probleme – auf die Frage, wer denn nun die Kinderbetreuung in Anspruch nehmen möchte kam kaum Resonanz. Vor Ort waren dann am Freitag etwa 5 Kinder und am Samstag 10 und obwohl manche Altersstufen etwas unterrepräsentiert waren, hatten alle ihren Spaß.
    Auch wenn die Resonanz bei diesem Pilotprojekt nicht soo riesig war, würde ich das Angebot als Erfolg einstufen, denn die Reaktion war ein häufiges „Oh, das ist ja toll – wenn Ihr das im nächsten Jahr wieder macht, bringe ich mein Kind auch mit“. Ergo – wenn es sich organisatorisch abbilden lässt, solltet Ihr es versuchen
    Ich würde mich sehr freuen, wenn ich meinen Zwerg nächstes Jahr mitbringen kann und ich unterstütze auch gerne, wenn ich kann.

    Und was die Fotos angeht – selbst wenn es mal nicht klappt, ich habe noch nie erlebt, dass ein Foto nicht offline genommen wird, wenn ich darum Bitte. Und es gibt immer viele Fotos, da meine Tochter jedes Mal mit auf die Bühne will

    • Ich denke, das mit der resonanz liegt auch daran, dass Eltern, die auf Kinderbetreuung angewiesen sind, sich gar nicht über diese Events informieren, da sie „eh nicht kommen können“. Ich denke, dass wenn die „Familienfreundlichkeit“ mehr kommuniziert wird, dass auch mehr Eltern eine Teilnahme in Erwägung ziehen würden.

  11. Ich finde die Ideensammlung schon sehr gut!
    ich denke, man sollte in verschiedene Richtungen denken:

    a) Eltern mit Babys
    Hier kann man einfach einen kleinen Bereich für Pausen zwischendurch einrichten, wo die Kinder am Boden liegen/krabbeln können, auch mit Wickelmöglichkeit und Stillecke. Sponsoren lassen sich hierfür sicher finden, denn es ist ja auch eine sehr beliebte Blogger-Zielgruppe, d.h. Windelhersteller, Babynahrungshersteller, Babyspielzeugfirmen oder auch Onlineshops wie Babywalz & Co.

    b) Eltern mit Kleinkindern (vor Schuleintritt)
    Eine Spielecke mit Bällchenbad oder ein Legobereich für das Freispiel und/oder spezielle Workshops für Kinder

    c) Schulkinder
    Schulkinder können nicht problemlos aus allen Bundesländern mitgebracht werden. Aber Berliner Schulkinder könnten am Nachmittag mit dabei sein. Vielleicht ist es aber auch möglich, die rp15 vormittags für spezielle Vorträge für Schulklassen zu öffnen?

    Zur Betreuung:
    Es gibt in Berlin tatsächliche viele professionelle Betreuungsagenturen, die man anfragen kann. Aber ich finde, schon allein ein Spielbereich ohne Betreuung wäre schon ein Schritt nach vorn. Man kann sich ja auch langsam entwickeln.

    • „c) Schulkinder
      Schulkinder können nicht problemlos aus allen Bundesländern mitgebracht werden.“

      Doch, können sie!

  12. Hallo,
    danke für diesen Artikel. Ganz ehrlich: Ich habe es gar nicht in Erwägung gezogen mit meiner Tochter in eine (quasi) fremde Stadt zu fahren um dort auf eine Konferenz zu gehen. ich bin alleinerziehend und diese Konferenz würde für uns beide eher stressig als spassig werden. Daher begrüsse ich den Vorschlag der Kinderbetreuung. Das wäre echt was…:-)
    1.Was ist Euch als Eltern wichtig?
    Eine „flexible“ Betreuung. Ich würde meine Tochter sicher nicht morgens dort parken und abends wieder abholen, aber es gibt sicher bestimmte Vorträge, die ich sehen möchte und auch Momente, in denen meine Tochter lieber rumlaufen und spielen will und ich aber gern irgendwo etwas hören/sehen möchte. Ausserdem sollte es Kinder BETREUUNG sein und kein Kinderparkplatz, wo sie eben nicht „nicht beaufsichtigt“ sind.
    2.Was braucht es, was eher nicht?
    Ja: Aktivitäten und Spielzeug. Eine Möglichkeit den Vater/die Mutter in Frage zu kontaktieren wenn was ist. Ein sicheres Umfeld. Hang-out Möglichkeiten für Eltern.
    Nein: Verpflegung, Mit Werbung vollgestopft (kein über-sponsoring), und Goodie-Bags müssen auch nicht sein (um einen Run auf das Angebot zu vermeiden und es wirklich von denen in Anspruch genommen wird, die eben Betreuung brauchen.
    3.Wie findet Ihr die Idee überhaupt? Absolut genial!!
    4.Würdet Ihr Eure Kids mit zur re:publica bringen wollen? Ja, es wäre der einzige Weg, dass ich auch teinlnehmen könnte.
    5.Würdet Ihr als Eltern eher zur re:publica kommen, wenn Ihr wüsstet, dass es eine Möglichkeit gäbe, wo Eure Kids betreut und umsorgt werden? Ja, wie gesagt, es wäre mein einziger Weg.

    Anmerkung: Toll wäre auch, wenn es gastfamilien für Alleinreisende mit Kindern gäbe, so eine Art couchsurfing. So kann man noch networken und das Erlebte bequatschen, selbst wenn das Kind/die Kids schon im Bett sind. Ausserdem würde das die Kosten ein wenig kleiner halten (auch ein nicht unbeachtlicher Punkt für mich als Alleinerziehende).

    Wie gesagt, es sind nur Vorschläge und Gedanken-Anstösse.
    Mögliche Sponsors: KIKA/Die Maus, dm, betreut.de, NIDO, IKEA, HABA, Jako-o, o.ä.
    Betreuung könnte auch über Eltern-Initiativen laufen, sprich ich gehe auf nen Vortrag, dann habe ich 3 Stunden Kinderecken-Dienst und dann gehe ich auf den nächsten Vortrag.

    Ich bin gespannt, was aus diesem Vorhaben wird.
    LG, Die Perlenmama

    • @ Perlenmama: Ich gehe vollends mit dir mit. Das was du schreibst, hätte auch von mir kommen können.

      Und: Ich finde die Idee auch genial und total klasse. Würde das auch irgendwie unterstützen wollen – muss aber noch überlegen wie :-)

  13. Ich war gerade auf einem Kardiologenkongress in Mannheim. Dort wurde die Kinderbetreuung von einer darauf spezialisierten Firma durchgeführt und die Kids von 3-9 fanden es phantastisch. Für die re:publica wäre das eine tolle Ergänzung.

  14. Da ich dieses Jahr als Schwangere auf der re:publica war, fiel mir der Schwangeren- und Elternanteil aufgrund meiner selektiver Wahrnehmung doch deutlich auf, sodass ich wirklich ins Grübeln kam, ob ich nächstes Jahr mit meinen Zwillingen für einen oder zwei Tage (oder Halbtage) vorbeikommen kann. :)

  15. Ich hatte zur rp13 meinen Sohn (damals 5 Monate alt) alle drei Tage dabei. Das war damals kein Problem, weil er die ganze Zeit bei mir bleiben konnte. Ich hab zwar nicht so viel gesehen, aber in dem Alter hätte ich ihn auch nicht abgeben wollen. Das war auf jeden Fall ein positives Erlebnis (im Gegensatz zu dem, was man so über die CeBIT ließt). Dieses Jahr war er Vormittags im Kindergarten & ich mußte zwischendurch weg, um ihn abzuholen. Wenn es eine Vor-Ort Betreuung gegeben hätte, hätte ich ihn sicher wieder mitgebracht. Ich habe mich mit mehreren Eltern unterhalten (ua. auch Fam. Mierau, die ja beide inkl. beider Kinder da waren). Leute, die auf den CCC gehen, haben von da viel Gutes über die Betreuung erzählt, die rp-Organisatoren sollten sich mit den CCClern mal kurzschließen.
    (Alleine) auf andere Kinder aufzupassen würde ich mir trotz eigenem Kind nicht zutrauen. Ich finde aber die Idee super, eine Art re:kiddies zu machen, mit Networking für die Eltern & Selbsthilfe-Gruppe für Bastelgeschädigte. Herrn Nerotunes Tochter würde ich auch gerne kennenlernen ; )

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