Deutscher Fernsehpreis 2011 und wie man ein Gedenken würdevoll umsetzt

Gerade eben läuft der Deutsche Fernsehpreis 2011. Im Vorfeld hat die Veranstaltung bereits für etwas Aufregung gesorgt, dass dpa-Meldungen mit Sperrfristvermerk 1:1 veröffentlicht wurde.

Dies ist jedoch nicht mein Thema. Wie bei solchen Verleihungen/Veranstaltungen üblich, gibt es immer eine Sequenz, in welcher den Persönlichkeiten der Branche gedacht wird, die in den 12 Monaten vorher verstorben sind. Ich finde diese Momente einer Verleihung gut und wichtig.

Beim Deutschen Fernsehpreis 2011 wurde dieser Moment jedoch meiner Ansicht nach vollkommen würdelos präsentiert.

Liebe RTL-Verantwortlichen, liebe Fernsehpreis-Macher,

wenn ich Verstorbenen gedenke, dann gehört es dazu, diesen Moment auch entsprechend zu gestalten. Gut die Hälfte der Zeit mit Grossaufnahmen eines live singenden Musikinterpreten oder einer Totalen des Veranstaltungsaales empfinde ich als vollkommen deplaziert.

Ja, es ist schön, dass der „Graf“ live gesungen hat und es passte auch, keine Frage. Aber geht es in solchen Momenten nicht viel mehr um die zu erinnernden Personen?

Bitte lasst diese Moment würdevoll geschehen und die Bilder der zu erinnernden Personen im Grossbild laufen. Keine Einblendung des Saales, keine Einblendung des Sängers!

Das wäre eine adäquate Art den Menschen zu gedenken.

Steve Rueckwardt

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